Arbeiten zuhause – so klappt’s mit dem Home Office

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Arbeiten zuhause – so klappt’s mit dem Home Office

Veröffentlicht am 17. September 2018

Was früher als superfortschrittlich galt, ist heute in vielen Unternehmen gelebter Alltag: Wer als Angestellter im Home Office – oder auch „remote“ – arbeiten will, rennt immer öfter offene Türen ein. Home Office gilt als besonders effizient und wird schon deshalb gern angeboten. Damit dabei nichts schiefgeht, gilt es, ein paar Basics zu beachten.

Arbeitszimmer: Platz da für effizientes Arbeiten!

Damit der Job auch anständig läuft, brauchen wir alle ein Mindestmaß an Ruhe. Das ist in der Firma nicht anders als im eigenen vier Wänden: Großraumbüros können den Workflow ebenso belasten wie Kinder, die ständig rein- und rausrennen, ein laufender Fernseher oder permanente Unruhe im Durchgangszimmer. Ergo: Ohne einen separaten Raum geht es nicht – ob klein oder größer, spielt eine untergeordnete Rolle. Übrigens ist der abgeschlossene Raum auch für das Finanzamt ein Hauptkriterium, wenn das Arbeitszimmer von der Steuer abgesetzt werden soll!

Geht es nicht anders, helfen Trennwände und Regale als Raumteiler, sich zumindest optisch vom Rest der Bewohner abzugrenzen. Eine Abgrenzung, die in jeder Hinsicht hilfreich ist: Wir definieren nicht nur für uns selbst einen Raum zum Arbeiten, sondern zeigen auch Familie und Partnern, dass hier gearbeitet wird und das Familienleben gegebenenfalls woanders stattzufinden hat.

Equipment: Ordnung ist das halbe (Arbeits-) Leben

Zugegeben: Viele laufen erst im Chaos zur kreativen Höchstform auf. Allerdings ist besonders im Home Office ein gewisses System das A und O, wenn wir nicht den Überblick verlieren wollen. Regal(e) und Schubladen sind deshalb ein Muss – sie ermöglichen eine planvolle Ablage und schnellen Zugriff ohne langes Suchen. Auch hier gilt: Privates sollte möglichst woanders aufbewahrt werden, damit wir uns direkt auf den Job fokussieren können. Denn wer seine Meeting-Unterlagen erst zwischen Kindergeld-Bescheid und IKEA-Katalogen suchen muss, verliert nicht nur Zeit, sondern auch leicht mal die Nerven.

Dass Schreibtisch (Tageslicht von links!), Stuhl und vernünftige Lampe vorhanden sein sollten, muss eigentlich nicht gesagt werden: Die Arbeit im Sitzsack oder bei Schummerbeleuchtung ist bei aller Flexibilität auf Dauer doch recht anstrengend.

Ergonomie: Ruhig mal in Gesundheit investieren

Leider wahr: Auch viele der richtig coolen Designer-Stühle und dekorativen antiquarischen Sitzgelegenheiten können auf Dauer Haltungsschäden hervorrufen. Und die bemerken wir erst, wenn uns Rücken, Nacken oder Arm zu schaffen machen! Ergonomisches Mobiliar ist deshalb eine gute Investition, wenn sich der Heim-Arbeitsplatz auf Dauer bewähren soll. Eine kleine Checkliste:

Der Schreibtischstuhl

• Die Sitzhöhe entspricht ungefähr der unserer Kniekehlen.
• In der Sitztiefe sollte fester Kontakt zur Rückenlehne bestehen. Gleichzeitig brauchen wir mindestens zwei Fingerbreit Platz zwischen Sitzvorderkante und Kniekehle.
• Die Höhe der Armauflage entspricht ungefähr der Ellbogenhöhe über der Sitzfläche.
• Die Wölbung der Rückenlehne sollte sich in Höhe der Lendenlordose befinden – das heißt etwa auf Gürtelhöhe.
• Die Rückenlehne sollte den Rücken in jeder Position stützen, die Bewegung des Oberkörpers mitmachen.

Der Arbeitstisch

• Als ausreichende Höhe gilt ein Mindestmaß von 72 cm.
• Die Größe der Arbeitsfläche beträgt mindestens 160 cm x 80 cm.
• Vibrierende Geräte wie Drucker sollten auf einem separaten Tisch untergebracht sein.
• Wichtig: Ausreichend** Beinfreiheit** und eine reflexionsarme Oberfläche.

Am gesündesten arbeitet es sich nach der bewährte Formel: 50 Prozent Sitzen, 25 Prozent Stehen, 25 Prozent Bewegung. Letzteres dürfte gerade im Home Office kein Problem sein: Bewusste (!) Pausen, in denen die Waschmaschine oder der Geschirrspüler ausgeräumt, der Staubsauger angeworfen oder der Einkauf weggeräumt wird, bringen nicht nur die Konzentration zurück, sondern auch Ordnung in den Rest der Wohnung. Wir schlagen also die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe!

Haltung: Ohne Disziplin läuft nichts

Mal eben mit der Freundin telefonieren, kurz das Internet nach neuen Schnäppchen durchforsten, nebenbei Elternsprechtag oder TÜV-Termin organisieren: Die Fallen des Home Office lauern überall. Das hilft nur eiserne Disziplin! Feste Arbeitszeiten definieren und sich auch dran halten, private Telefonate auf später verschieben, eventuell sogar „Sprechzeiten“ einbauen, in denen man privat erreichbar ist. Bewährt hat sich bei vielen auch ein Belohnungssystem: Habe ich Projekt X erfolgreich bearbeitet, gibt’s zur Belohnung Tee und Kekse. Oder alternativ eine ausgiebige Schnäppchenjagd im Internet …

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