Danke sagen ist mehr als ein Trend-Event

Frau Mustermann bloggt

Danke-Sagen ist mehr als ein Trend-Event.

Veröffentlicht am 28. August 2020

Wir haben die Bilder von Menschen auf Balkonen noch vor Augen und den abendlichen Applaus im Ohr: Das kollektive Dankeschön für alle Systemrelevanten im Frühjahr war sicher eine schöne Geste (und hatte hoffentlich auch noch etwas mehr an Unterstützung für diese im Gepäck). Es gibt aber auch Anlass dazu, sich einmal mit dem Danke-Sagen an sich zu beschäftigen: Was es kann, wo es an vielen Stellen eigentlich hin ist und wie es das Leben sogar gesünder macht.
Schneider: Danke sagen mit süßen Präsenten

Nicht gebrüllt ist genug gelobt? Falsch.

Wie an anderer Stelle schon betont: Bekommt man am Arbeitsplatz für seinen Einsatz, gerade für den, der über Dienst-nach-Vorschrift hinausgeht, nur „Fifty Shades of Nix“ zurück, hat das irgendwann Auswirkungen. Vor allem für das Arbeitsklima. Denn natürlich möchte jeder gesehen und für gute Leistungen auch gewürdigt werden.

Betrachten Führung und Kollegen den Super-Einsatz jedoch als selbstverständlich und schließlich mit dem Gehalt abgegolten, mag das rein rechtlich stimmen – für eine Extra-Meile zieht man dann aber beim nächsten Mal schon weniger gern die Laufschuhe an. Und lässt sie beim über-übernächsten Mal einfach mal im Schrank stehen … Dabei ist die intrinsische (also von innen kommende) Motivation ihrer Mitarbeiter für Firmen Gold wert! Und ein herzliches Danke eigentlich so einfach.

Auch im Kundenkontakt: Freundliche, hilfsbereite Servicekräfte wünscht sich wohl jeder als Gegenüber. Also pocht man auf diesen Anspruch, man hat schließlich bezahlt, sonst Beschwerde? Nein, so besser nicht. Ein schlichtes Dankeschön für alles, was gut läuft, kann oft viel effektiver sein. Positive Verstärkung ist hier das Stichwort, also: Einfach mal anders in den Wald reinrufen!

Soweit zu den Empfängern. Und was ist mit den Sendern?

Das Dankesagen bewirkt nachweislich mehr, als uns im Alltag bewusst ist. In einer Studie der Indiana University mit Menschen, die wegen Depressionen oder Angststörungen in Behandlung waren, zeigte sich, dass „Dankbarkeit“ als eigenständige, belebende Aktivität im Gehirn messbar ist: 22 der 43 Studienteilnehmer hatten den Auftrag, dreimal in der Woche einen Brief zu schreiben, in dem sie jemandem dankten. Im Vergleich zu den Teilnehmern ohne diese Aufgabe ergaben Hirnscans auch noch lange nach Abschluss des Experiments eine einheitlich andere Aktivität in den zugehörigen Arealen.
Adventskalender Schneider
Dankbarkeitsübungen können also tatsächlich mittel- und längerfristig die Sicht auf das eigene Leben (und damit das Leben selbst) verändern – zum Beispiel, indem man jeden Abend drei Dinge, Ereignisse oder Erlebnisse aufschreibt, für man dankbar ist. Auch die ganz kleinen: So verschiebt sich unmerklich der eigene Fokus zum Positiven. Oft zieht der Körper nach, zum Beispiel mit besserem Schlaf und einem wieder niedrigeren Blutdruck.

Schön, wenn sich kurz mal alles ums Du dreht.

Bei wem sich bedankt wird, der erfährt Aufmerksamkeit. Und als soziale Wesen sind wir auf diese Aufmerksamkeit mehr angewiesen, als es der in weiten Teilen vor allem effizienzgetriebene Alltag auf den ersten Blick zeigt! Probieren Sie einmal aus, was passiert, wenn Sie sich im Hotline-Gespräch oder in der Gastronomie deutlich und ausführlich für eine Leistung bedanken, die sonst einfach stillschweigend zur Kenntnis genommen wird …

Studien zufolge ist jemand, dem für seine Hilfe gedankt wird, doppelt so häufig geneigt, erneut zu helfen. Was eigentlich banal klingt und irgendwie jeder weiß, wird allerdings überraschend wenig gelebt. Kritische Geister führen das schweigende Zu- und Abgreifen von Vorteilen (wie auch andere Phänomene) auf unsere aktuelle Konsumkultur zurück: Wenn sich sowieso alles um mich dreht und ich jederzeit von individualisierten Angeboten umgeben bin, wieso (und wem) sollte ich dann noch Danke sagen? Umbrüche wie zuletzt stellten diese Anspruchshaltung infrage. Das automatische Weiter-so macht bis heute Pause – privat und auch in der Geschäftswelt.
Danke sagen mit Prosecco

Ein Danke hält zusammen – in alle Richtungen.

Was mit Applaus an der Straße begann, geht weiter: Gäste halten ihren Lieblingslokalen die Treue und Firmen dank ihrer Stammkundschaft und der prima Mannschaft tapfer durch. Vieles aber ist einfach nicht mehr so selbstverständlich wie noch im letzten Jahr. Eine gute Zeit fürs Danke – auch an Sie fürs Lesen!

Ihre Frau Mustermann

Hier gibt’s tolle Dankeschöns, die Kunden und Mitarbeitern Freude machen:
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