Der Fresskorb macht das Rennen! Über Geschenke für Mitarbeiter.

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Der Fresskorb macht das Rennen! Über Ostergeschenke für Mitarbeiter.

Veröffentlicht am 31. Januar 2019

Jubiläen, stressige Zeiten im Betrieb, der gelungene Umbau des Firmengebäudes und die damit verbundene Geduld der geplagten Mitarbeiter: Es gibt viele Anlässe, die Belegschaft mit kleinen oder großen Aufmerksamkeiten freundlich zu stimmen. Selbst zu Ostern geht in vielen Betrieben mehr als ein Schokohase …
Unsere interne Umfrage ergab: Wer die Wahl hat, würde sich bei uns in Wedel eher für den Feinschmecker-Präsentkorb als für die feinen Schreibwaren entscheiden.

Dabei war das, was so traditionell „Fresskorb“ genannt wird, vor einigen Jahren fast schon totgesagt: Getoppt von Designer-Schnickschnack und Technik-Spielzeug, fristeten die liebevoll zusammengestellten Esswaren eher ein Schattendasein. Heute ist der Präsentkorb wieder hochwillkommen – und das nicht nur bei den Kollegen in Wedel, die ihn mit immerhin 64% sogar den Office-Tools (36%) vorzogen.

Kulinarisches kommt an – zum Aufessen, Teilen, Weitergeben.

Kulinarische Geschenke boomen. Mal in Form regionaler Salami-Spezialitäten, ein anderes Mal als feine Schokoladen oder hochprozentige Delikatesse. Warum, lässt sich nur vermuten. Ein Kollege gab pragmatisch an, essen müsse man immer. Was nicht gefällt, könne man ja später direkt weiterverschenken … Fest steht auf jeden Fall: Auch Kulinarisches fällt unter die Verbrauchsartikel, und die sind nicht erst seit heute eine Bank.

Flaschen-Beutel Ostergruß Präsentdose Frohe Ostern Osterstange Eierparade

Nutzen schlägt Deko: Mitarbeiter-Geschenke sollten praktikabel sein.

Eine weitaus größere Umfrage zu diesem Thema ergab Ähnliches: Die Deutschen wünschen sich von ihrem Arbeitgeber vor allem Geschenke mit „privatem Nutzen“. Etwas weniger gefragt waren Gutscheine, es folgten Geschenke, die „Spaß machen“ und „etwas Langlebiges“ ausdrücken. Erst mit beträchtlichem Abstand kamen der „soziale Nutzen“ und die „teuren Geschenke“ (vgl. statista 2016: Befragt wurden 1.000 Teilnehmer zwischen 18-70 Jahren). Was das aussagt? Vielleicht nur: Mitarbeiter lieben die symbolischen Präsente weniger als praktikable Verbrauchsartikel, die schmecken, Spaß machen oder flexibel einsetzbar sind. Und: Die meisten haben wenig Interesse an dekorativen, aber im Alltag eher unnützen Accessoires, selbst wenn sie teuer waren. Deko ist schließlich Geschmackssache! Und wer trifft (selbst mit dem trendigsten aller Geschenke) schon den Geschmack all seiner 250 Mitarbeiter?

Mitarbeitergeschenke – Gradmesser für Unternehmenserfolg und Arbeitsklima.

Schon im Privaten gerät der eine oder andere beim Thema Geschenke ins Schwitzen. Zu üppig, zu mickrig, zu banal? Kommt genug Gefühl rüber? Auch wenn solcherlei Emotionen im Job eine untergeordnete Rolle spielen dürften – das Schenken in beruflichen Zusammenhängen ist nicht weniger kompliziert.

Gerade Aufmerksamkeiten für Mitarbeiter, ob klein oder groß, werden häufig besonders aufmerksam wahrgenommen. Schließlich gelten sie als Ausdruck der Wertschätzung und als Geste der Verbundenheit von Seiten der Chefetage: Ein paar Schokoeier? Könnten für sich genommen etwas kümmerlich wirken. Der 10-Euro-Gutschein? Hat irgendwie etwas Einfallsloses … Hinzu kommt, dass unweigerlich verglichen wird: Letztes Jahr gab’s für jeden das komplette Osternest und dieses Jahr nur Hasen? Dann kann’s dem Unternehmen nur schlecht gehen. Praktikanten und freie Mitarbeiter bekommen nichts? Wer hat denn sowas beschlossen? Kurz: Es ist kompliziert. Und deshalb nicht unwichtig, was verschenkt wird.

Was darf ein Mitarbeiter-Geschenk kosten?

Auch für den Arbeitgeber ist es nicht ganz unkompliziert, schließlich möchte er Geschenke gern als Betriebsausgaben geltend machen. Für Mitarbeiter gelten nämlich andere Regelungen als für Geschäftspartner, z. B. die Unterscheidung zwischen „Sachbezügen“ und „Aufmerksamkeiten“:

Sachbezüge brauchen keinen besonderen Anlass. Sie sind steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie monatlich 44 Euro pro Person nicht übersteigen. Das kann auch ein Job-Ticket sein, ein Gutschein, eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio – oder eben ein Geschenk.

Aufmerksamkeiten bleiben bis zu einem Betrag von 60 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Sie erfordern aber einen bestimmten Anlass, zum Beispiel ein Dienstjubiläum oder eine Hochzeit. Weihnachten und Ostern zählen nicht dazu.

Ein günstiger Weg ist die Betriebsfeier: Für sie gilt ein Freibetrag von 110 Euro pro Person, der auch ein bei der Feier überreichtes Geschenk einschließen kann. Wird dieser Betrag überschritten, ist eine pauschale Lohnsteuer fällig. Unter „Betriebsfeier“ können übrigens auch Betriebsausflüge fallen – Wandertag und Frühlingsausflug lohnen sich also auch steuerlich.

Steuerfreie Ausnahme sind die sogenannten Streuartikel – laut Finanzamt alle Geschenke, die 10 Euro nicht überschreiten.

Gute Wahl! Was wir Mitarbeiter gern geschenkt bekommen.

Man muss nicht langweilig werden, nur weil man auf Nummer Sicher geht. Es gibt nämlich viele Klassiker, die heute spannend und in 1000 Varianten daherkommen …

Kulinarische Köstlichkeiten. Intern unsere erste Wahl zu jeder Jahreszeit – Spezialitäten wie das Risotto-Set oder der Italien-Korb gehen immer.

OSTERSÜßES ZUM VERSCHENKEN >

Technischer Schnickschnack. Nicht jedes Unternehmen hat die Mittel, seine Mitarbeiter mit Smartphones oder Tablets zu beglücken. Es gibt aber auch andere clevere Technik-Gadgets, die für gute Stimmung sorgen: Wir zum Beispiel finden die Solar-Powerbank richtig cool. Oder so ein kleines Retro-Radio, das eigentlich jeder gebrauchen kann …

TECH-GADGETS ZUM VERSCHENKEN >

Schreib- und Arbeitsgeräte für den Job. Booklets, edle Stifte und Mappen fallen ganz klar unter „nützliche Verbrauchsartikel“ und kriegen von uns ein Sternchen! Etwas Besonderes wird’s, wenn der eigene Name draufsteht – eingraviert, aufgeprägt oder gedruckt.

WERBEARTIKEL ZUM VERSCHENKEN >

Lieber nicht! Die Flops unter den Mitarbeiter-Geschenken.

Es gibt sie immer wieder: Arbeitgeber, die ihren Angestellten Dinge zumuten, die einfach nicht gehen. Zum Beispiel …

Küchen- und Haushaltsartikel – die sucht man sich dann doch lieber selber aus.

„Männer-Geschenke“ und „Frauen-Geschenke“ – rosa Kopfhörer für die Damen, stahlblaue für die Herren? Bitte nicht!

„Witzige“ Geschenke für die gesamte Belegschaft – der Witz nutzt sich oft schneller ab als dem Schenkenden lieb ist.

Ganz ohne geht auch. Aber …

Nicht wenige Unternehmen entscheiden sich grundsätzlich gegen Geschenke und spenden stattdessen immer mal wieder für eine gemeinnützige Organisation oder ein Projekt, das ihnen am Herzen liegt. Auch das ist nachvollziehbar und lobenswert. Trotzdem, eins sollte bei allem sozialen Engagement bedacht werden: Glückliche Mitarbeiter sind das Beste, was einem Unternehmen passieren kann. Und die haben eben ab und zu eine kleine persönliche Aufmerksamkeit verdient! Und wenn’s ein Stück vom Osterzopf ist, den der Chef am Wochenende selbst gebacken hat. Sowas schmeckt nicht nur, es bindet auch.

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