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Die neuen Soft Skills – Kompetenzen, die uns jetzt stark machen.

Veröffentlicht am 22. Januar 2021

Biss und Ellenbogen waren gestern: In der gegenwärtigen Arbeitssituation sind Tugenden gefragt, die auf den ersten Blick fast altmodisch klingen und deren Relevanz jetzt besonders deutlich wird. Was Führungskräfte und ihre Teams heute brauchen? Eine Auswahl der wichtigsten Soft Skills haben wir hier zusammengestellt:
Zauberwürfel

#geduld

Die hilft jetzt auf allen Ebenen. Zum einen, weil niemand wirklich vorhersagen kann, wie lange und in welchem Maße wir noch unter besonderen Bedingungen arbeiten werden. Zum anderen, weil nicht funktionierende Meeting-Tools, schwer erreichbare Kollegen und organisatorische Pannen die Geduld manchmal maximal strapazieren können!

#dankbarkeit

Eine fast altmodische Tugend, die im Business-Jargon lange keinen Platz hatte und uns jetzt überraschend weiterhelfen kann. Zum Beispiel, wenn wir dankbar sind dafür, gesund zu sein oder uns in unsicheren Zeiten auf unser Team verlassen zu können … Mit dieser Einstellung beweisen übrigens gerade Führungskräfte Souveränität und Größe.
Verband-Set mit Zubehör

#hilfsbereitschaft

Wer die Ellenbogen noch nicht eingefahren hat, sollte jetzt damit beginnen: Hilfsbereitschaft ist nicht nur im Corona-Alltag ein feiner Charakterzug. Ob man sich nun gegenseitig bei der Installation neuer digitaler Tools unterstützt oder im Job für Eltern einspringt, denen das Home Schooling in die Quere kommt – Empathie verbindet und stärkt das ganze Team.

#disziplin

Gerade Neulingen im Homeoffice fällt es oft schwer, sich nicht ablenken zu lassen, sich feste Zeitpläne und sinnvolle Strukturen zu schaffen. Kurz, diszipliniert und motiviert zu bleiben, wenn keiner zuguckt … Doch genau das ist jetzt eine Königsdisziplin. Kleine Belohnungen (für sich selbst und andere) helfen, am Ball zu bleiben!
Eiförmige Flummis im Nest

#humor

… ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht: Eine Prise Humor macht gerade in schwierigen Situationen das Herz und die Arbeit leichter. Und seien wir ehrlich: Selbst jetzt gibt’s definitiv einiges zu lachen! Am Bildschirm eingefrorene Gesichter, Geschichten über unsere Homeoffice-Pannen, absurde YouTube-Videos … Wer seinen Humor nicht verliert, hat schon gewonnen – und steckt bestenfalls auch die Kolleginnen und Kollegen an.

#fantasie

Das nächste große Fest mit der gesamten Belegschaft, der Betriebsausflug diesmal direkt nach Mallorca: Wenn wenig geht, sind Menschen mit Fantasie gefragt! Denn die malen uns die Zukunft in bunten Farben aus und schicken uns zumindest ab und zu im Kopf auf die Reise. Das entspannt – und lässt sich via Meditation übrigens prima üben.

Schlüsselanhänger mit Kleeblatt

#zuversicht

Dass positive Gedanken uns beim Arbeiten motivieren, ist nicht neu. Eine grundsätzliche Zuversicht aber hilft, trotz großer Herausforderungen und Unsicherheiten an ein gutes Ende zu glauben. Diese Haltung hat wenig mit Realitätsferne, aber viel mit Vertrauen und Optimismus zu tun – und sie hat das Potenzial, das ganze Team anzustecken.

#kommunikationsfähigkeit

Bei der persönlichen Begegnung im Büroflur lässt sich vieles klären, relativieren, ausdiskutieren. Online ist das nicht so einfach: Wie oft da missverständlich oder komplett aneinander vorbeikommuniziert wird, kennen viele aus ihrer privaten Socal Media-Welt. Wer sich hier strukturiert ausdrücken und auf sein Gegenüber beziehen kann, ist klar im Vorteil!

#lernbereitschaft

Wenn sich Arbeitsbedingungen ändern, gibt es immer etwas dazuzulernen – aktuell betrifft das in vielen Branchen vor allem die digitalen Kompetenzen. Entscheidend ist aber oftmals nicht, dass jeder die von Anfang an beherrscht: Wichtig ist hier vor allem, dass der Einzelne bereit und in der Lage ist, sich neue Inhalte und Methoden anzueignen. Eigeninitiativ oder auch mit Unterstützung der Kolleginnen oder Kollegen.

Mit soften Skills durch harte Zeiten – und in die Zukunft der Arbeitswelt.

All diese Fähigkeiten werden auch nach der Corona-Krise überleben – und vielleicht ganz neu bewertet werden. Denn sie sind nicht nur für den Einzelnen hilfreich, sondern schweißen auch Teams zusammen, stiften Sinn und sorgen auf vielen Ebenen für die nötige Weiterentwicklung. Auch bei den Verantwortlichen im HR-Bereich findet schon lange ein Umdenken statt, das die Dominanz der traditionellen „Hard Skills“ in Frage stellt und verstärkt auch „weiche“ Faktoren wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit in den Mittelpunkt rückt. Fest steht: Zwischenmenschliche Kompetenzen haben vielerorts an Bedeutung gewonnen – und die könnten das Arbeiten für uns alle ein Stück wertvoller und besser machen.

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