Aufgeschlagener Pantone-Fächer

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„Durch Veredelung schaffen wir Mehrwerte für unsere Kunden.“

Veröffentlicht am 28. Mai 2021

Im Interview: Ralf Koskowski, Head of Production bei Schneider

Artikel zu bedrucken oder sie durch Verfahren wie Gravur oder Prägung unverwechselbar zu machen – das ist bei Schneider nicht nur eine besondere Expertise, sondern auch der Auftrag, Unternehmen bestmöglich in Sachen Werbeanbringung zu unterstützen. Was dahintersteckt, erklärt Ralf Koskowski: Er verantwortet seit über 20 Jahren die Abwicklung der internen und externen Druckaufträge bei Schneider.

Was kann ich bei Schneider bedrucken lassen?

Wir sagen immer: Fast alles! Grundsätzlich versuchen wir, alle Artikel in unserem Sortiment mit einer möglichen Werbeanbringung anzubieten – und die ist eigentlich auf fast allen Materialien denkbar. Wenn jemand einen Artikel bedrucken lassen will, den wir bisher ohne Bedruckung anbieten, testen wir auch gern die Bedruckbarkeit. Alternativ bieten wir dann andere Möglichkeiten der Individualisierung an, zum Beispiel Etiketten mit Werbebotschaften.

In Kürze: Welche Druckverfahren bietet Schneider an?

Wir veredeln unsere Artikel mit vielen unterschiedlichen Techniken. Das sind zum Beispiel verschiedene Siebdruckverfahren wie Textildirektdruck, Transferdruck, Runddruck oder auch der spezielle Kugelschreiber-Siebdruck.
Neben dem Siebdruck arbeiten wir auch viel mit Tampon-, Digital- und Offsetdruck. Dazu kommen Techniken wie Prägung, Stickerei und Lasergravur, die strenggenommen nicht als Druckverfahren gelten. Und natürlich einige neuere Druckverfahren wie zum Beispiel das „Doming“.

Schlüsselanhänger, personalisiert

Doming – was kann ich mir darunter vorstellen?

Doming ist ein Verfahren, das Aufkleber mit einer gewölbten, transparenten, dreidimensionalen Oberfläche erzeugt, die dadurch sehr hochwertig wirken.
Doming-Aufkleber werden in zwei Schritten hergestellt: Zuerst wird der Aufkleber gedruckt, dann wird für den 3D-Effekt ein spezielles Gel aufgebracht.

Sie sprachen eben von Veredelung. Wo liegt denn der Unterschied zur Bedruckung?

Nun, einerseits werden ja nicht alle Artikel bedruckt, sondern zum Beispiel auch bestickt, graviert oder geprägt. Andererseits verwende ich aber auch gern den Begriff „Veredlung“, weil es gut ausdrückt, was wir unseren Kunden mit einer Werbeanbringung ermöglichen: Wir veredeln Artikel, indem wir sie noch individueller machen. Das schafft einen Mehrwert für das Unternehmen, das Werbeartikel zur Akquise und im Bereich der Kunden- und Mitarbeiterbindung einsetzt.

„Wir beraten gern. Und das meinen wir auch so!“

Und wenn ich gern Werbeartikel bedrucken lassen will, mir aber beim Motiv unsicher bin?

Wir beraten gern – und das ist keine Floskel, das meinen wir auch so! In unserem Customer Service werden nicht nur alle notwendigen Parameter für die eigentliche Auftragsabwicklung geklärt: Auf Wunsch unterstützen wir Kunden gern bei der grafischen Umsetzung ihres Motivs. Egal, ob es z. B. um die Schriftgröße, die Platzierung des Logos oder eine besonders ausgefallene Gestaltung geht.

Wieviel Zeit kostet das Bedrucken?

Grundsätzlich versuchen wir immer, die Bestellungen unserer Kunden schnellstmöglich auszuliefern. Tatsächlich kommt es aber vor allem auf die bestellte Ware und deren Veredlungsart an. Wenn die Ware verfügbar ist, dauert es von der Druckfreigabe bis zur Auslieferung etwa 2-3 Wochen. In besonders eiligen Fällen bieten wir aber auch einen Expressversand mit einer garantierten Zustellung nach 48 Stunden an.

„Im Textildruck arbeiten wir vielfach mit lösungsmittelfreien Druckfarben – der Umwelt zuliebe.“

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit in der Schneider Druckerei?

Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Dass wir bei der Abwicklung der Druckaufträge auf konsequente Mülltrennung setzen und Plastikmüll vermeiden, ist selbstverständlich: Wir verzichten zum Beispiel schon bei der Lieferung von Schreibgeräten auf unnötige Einzelverpackungen aus Plastik. Und da, wo wir es ohne qualitative Einbußen umsetzen können, verwenden wir gerade im Textildruck lösungsmittelfreie Druckfarben.

Bunte College-Taschen mit Werbeaufdruck
Druckaufträge, die Ihnen nachhaltig in Erinnerung geblieben sind?

Wir haben einmal bedruckte Kindershirts an eine Kindertagesstätte in unserer Region gespendet. Wie sehr sich die Kinder darüber gefreut haben, daran werde ich mich immer erinnern! Genauso aber auch an den Einsatz eines Druckdienstleisters, mit dem wir zusammenarbeiten: Der ist kurzentschlossen direkt zum Frankfurter Flughafen gefahren, um die bestickten Caps pünktlich an den Auftraggeber zu überreichen. Ohne stilechtes Outfit wäre der Kegelclub nämlich nur sehr ungern nach Mallorca gereist …

Die größte Panne beim Drucken?
Es kann grundsätzlich immer etwas passieren – ein Druckauftrag ist ja recht komplex und arbeitsintensiv in der Abwicklung. Wir versuchen deshalb immer, aus Fehlern zu lernen und Schwachstellen zu minimieren. Einmal ist es allerdings passiert, dass wir den Hinweis „Vor Gebrauch waschen“ versehentlich mitgedruckt haben, zusätzlich zum bestellten Werbeaufdruck. Auf den bedruckten Herren-T-Shirts machte das natürlich einen sehr missverständlichen Eindruck!

„Personalisierung wird immer wichtiger.“

Was ist in Sachen Druck besonders gefragt?

Ein Trend ist sicherlich die starke Personalisierung von Werbeartikeln. Man individualisiert Geschenke, indem man zum Beispiel den Namen des Kunden aufdrucken, eingravieren oder sticken lässt. Auch die Nachfrage nach mehrfarbigen Bedruckungen ist in den letzten Jahren gestiegen.

Und wo geht es zukünftig hin?

Kunden möchten in Sachen Druck das ganze Paket aus einer Hand, weil sie selbst immer weniger Zeit haben, sich um jedes Detail zu kümmern. Der Rundumservice, wie wir ihn anbieten, wird deshalb immer stärker nachgefragt – also eine fachliche Beratung in Sachen optimale Umsetzbarkeit der Werbebotschaft bis hin zur sicheren Auftragsabwicklung. Diesen Service bieten wir aber nicht nur für große Unternehmen mit speziellen Wünschen, sondern auch für jeden anderen Kunden, der sich an uns wendet.
Auch das Thema Nachhaltigkeit gerät immer mehr in den Fokus, das merken wir schon jetzt.

Sie kennen Verfahren und Abläufe bei Schneider in- und auswendig. Wie kommt’s?

Ich bin schon seit 1986 im Unternehmen beschäftigt, seit 2000 in meiner Funktion als „Head of Production“ für die Abwicklung von intern und extern durchgeführten Druckaufträgen. Zuvor war ich 7 Jahre lang in der Retourenstelle tätig und wechselte dann als Leiter verschiedener Pack- und Versandbereiche in die Logistik. Da wird man irgendwann automatisch zum Werbeartikel-Spezialisten!

Was würden Sie persönlich auf Ihren Kugelschreiber drucken lassen?

Ich finde, hier ist weniger mehr: Meine Werbebotschaft wäre auf jeden Fall kurz, gut zu erkennen und deutlich lesbar. Über den Wortlaut müsste ich noch nachdenken!

„Der Tischkalender ist durch nichts zu ersetzen, auch in digitalen Zeiten.“

Tischkalender, aufgeschlagen

Ihr persönlicher Favorit bei Schneider?

Auch wenn die Entwicklung der letzten Jahre immer mehr in eine digitale Zukunft weist, für mich ist der analoge Tischkalender durch nichts zu ersetzen. Meine Favoriten bei Schneider heißen „Tucson“ und „Sidney“, die gibt’s in ganz unterschiedlichen Farben und Ausführungen. Die Artikel lassen sich sehr effektvoll mit einer Heißprägung versehen, das wirkt hier besonders anmutig und edel.

Lieber Ralf Koskowski, wir bedanken uns herzlich für das Gespräch.

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