Frühstücksteller mit Ei und herzförmigem Stück Butter

Big Business

Eine sinnliche Erfahrung: Brand Identity für Hotels.

Veröffentlicht am 22. November 2021

Danke für Bett, Dusche und funktionierendes WLAN? Das war einmal. Wer heute im Hotel übernachtet, erwartet mehr: Das „Zuhause auf Zeit“ soll Charakter haben, überraschen, eine eigene Geschichte erzählen … Kurz: dem Gast ein 360°-Erlebnis bieten. Mit einer konsequenten Brand Identity kommen Hotels diesem Anspruch entgegen – und erfinden sich manchmal völlig neu.

Wandobjekt aus Metall in Sternform an einer dunkelblauen Wand
Übernachten im Fass oder im Space-Loft, logieren wie Kaiserin Sissi oder wie die Ritter der Tafelrunde: Die Ideen der Hotellerie werden zunehmend spannender und individueller. Ein Trend, der sich schon lange nicht mehr auf den Event-Urlaub beschränkt, sondern immer mehr auch für das klassische Hotel zur Herausforderung wird! Es gilt, eine unverwechselbare Marken-Identität zu schaffen, zu der Gäste eine Bindung aufbauen, die sie wiedererkennen und als besonderes Erlebnis in Erinnerung behalten.

Marken-Identität ist mehr als das Logo auf dem Briefpapier.

Wie nun können Hotels eine solche „Persönlichkeit“ entwickeln? Große Ketten setzen auf spezialisierte Agenturen, mit denen sie gemeinsam eine Markenstory erarbeiten, die perfekt zum Haus passt. Vorhandene Charakteristika werden dafür ebenso berücksichtigt wie die eigene Historie, Konkurrenz- und Trendanalysen. Die Customer Journey spielt eine Schlüsselrolle: Wie bewegt sich der Gast im Hotel, welche Berührungspunkte gibt es mit Service und Design? Im Idealfall wird das Hotel damit zum Gesamtkunstwerk, das sich nicht auf die optische Gestaltung beschränkt, sondern mit allen Sinnen zu erfassen ist. Und das bedeutet, dass neben den bewusst wahrgenommenen Ebenen wie Stil- und Einrichtungskonzept auch das Unbewusste, weniger Offensichtliche mit eingebunden wird, um dem Gast ein ganzheitliches Bild zu vermitteln:

Cordsessel in skandinavischem Stil vor einem Fenster mit Blick in die Dünen

Sehen: Ein bleibender Eindruck.

Alles, was auch über die Website und auf Buchungs-Plattformen transportiert werden kann, sollte als „typisch“ und eigenständig erkennbar sein. Dazu gehören in erster Linie ein klares Farbkonzept und ein Stil, der idealerweise bis zur letzten Zahnbürste durchdekliniert wird. In der Regel geben große Hotelketten ganze Möbelserien in Auftrag, die man exklusiv für die Marke herstellt. In Kooperation mit spezialisierten Interieur-Herstellern bietet Schneider hier schlüssige „Inspirationswelten“ online, in denen Trends aufgegriffen und zu harmonischen Einrichtungs-Ensembles weiterentwickelt werden. Eine intensive Beratung ist in jedem Fall unerlässlich: Gemeinsam mit den Verantwortlichen werden Lösungen für alle Räume des Hauses gefunden, von der Beleuchtung bis zur Bettwäsche.

Immer mehr Hotels vergrößern ihre Reichweite zudem mit einem „Branded Merchandise“-Programm: mit Logo versehene Artikel wie z. B. Becher oder Textilien, die vor Ort erhältlich sind, aber auch nach dem Hotelaufenthalt im Online-Shop bestellt werden können. Kostenlose Werbung also, die den Wert der Marke zusätzlich stärkt!

Modernes Zimmer mit grauem Sofa und weißer Sitzecke

Gleichzeitig wird das Logo als omnipräsentes und gleichzeitig dezentes Branding-Element immer wichtiger, und zwar für das gesamte Hotel-Interieur. In diesem speziellen Bereich verbindet Schneider seine Druck- und Einrichtungskompetenz zu einem besonderen Schwerpunkt: Neben Accessoires und Textilien werden hier auch Möbel jeder Größe individuell mit Markenbranding versehen – vom Schreibtisch über die Deckenleuchte bis hin zum Paravent. Ein Alleinstellungsmerkmal, das vor allem für Kunden aus der Hotellerie und Gastronomie spannende Perspektiven eröffnet.

Hören: Streicheleinheiten fürs Ohr.

Musik schleicht sich in unser Unterbewusstsein – und entfaltet dort eine Wirkung, der wir uns nur schwer entziehen können. Auch in der Hotellerie wird daher schon lange mit dem strategischen Einsatz von Klang gearbeitet. Was hört der Gast, wenn er die Lobby betritt? Wie fällt die musikalische Untermalung im Frühstücksraum aus? Wo lässt man Musik laufen und wo nicht? Und was löst die vielzitierte „Fahrstuhlmusik“ ab? Wer hier keine durchdachte Auswahl trifft, verschenkt wertvolles Potenzial: Während das eine Hotel sein Profil durch Mozarts Klaviersonaten unterstreicht, passt für ein anderes der örtliche Radiosender perfekt ins Konzept. „Audio Branding“ nennt sich die professionelle akustische Markenführung durch Agenturen.

Braunes Ledersofa vor unverputzter Steinwand, mit Tisch und Rinderfell

Fühlen: Sympathie zum Anfassen.

Die Material-Auswahl sollte ein haptisches Erlebnis ermöglichen. Dazu gehören Textilien, die nicht nur farblich, sondern auch im Griff und in ihrer Oberfläche zum Berühren (und damit zum Bleiben) einladen. Gleichzeitig müssen sie natürlich zur Marke passen: So gewinnt manches Haus mit Samt und Seide die Herzen seiner Gäste, ein anderes mit grobem Naturleinen und ungefärbter Baumwolle. Marmorflächen rufen ein anderes Gefühl hervor als poliertes Holz, hochflorige Teppiche ein anderes als trendige Estrichböden oder alte Dielen. Eigentlich klar, dass zum „Fühlen“ auch die Service-Mentalität gehört: Ein warmes Lächeln oder ein unerwartetes Extra tragen entscheidend dazu bei, dass sich das Haus rundum gut anfühlt!

Riechen: Instinktives Wohlbefinden.

Duftbotschaften erreichen unsere Emotionen ungefiltert, sie steuern unsere Einstellung und unser Verhalten. Ein Phänomen, das uns nicht erst seit dem Buch- und Filmerfolg „Das Parfum“ hinlänglich bekannt ist! Mit sogenanntem „Duftmarketing“ entwickeln Spezialisten deshalb heute den „Corporate Scent“ – einzigartige Düfte, die Hotels das gewisse unverwechselbare Etwas und dem Gast ein gutes Gefühl mitgeben. Schwerpunkte des Schnupperns sind öffentliche Bereiche wie Lobby und Empfang, aber auch einzelne Produkte werden gezielt beduftet – z. B. die Wäsche oder das Briefpapier.

Wandregal mit weißem Geschirr und Gläsern

Schmecken: Appetit auf mehr.

Das kulinarische Angebot des Hotels rundet die Brand Identity ab. Ob nun regionale Produkte und ihre Anbieter mit einbezogen werden oder ein Sternekoch täglich neue Kreationen anbietet, die Currywurst zum kultigen Highlight erhoben wird oder eine vegane Karte das Nachhaltigkeits-Konzept unterstreicht: Wichtig ist vor allem, dass die Speisekarte zur Marke passt. Wer hier einen besonderen Schwerpunkt setzt, erweitert sein Merchandising-Programm um Spezialitäten des Hauses – Bier aus der eigenen Brauerei, Pesto nach Art des Hauses, Konfitüren nach überliefertem Rezept … Schließlich geht die Liebe durch den Magen!

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