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Einrichtungstrends 2019: Stilbrüche, Nachhaltigkeit und viel Raum für Individualisten.

Veröffentlicht am 22. März 2019

Wer sich jetzt nach neuen Möbeln und Accessoires umschaut, hat die Qual der Wahl: Selten waren Stilvorgaben weniger dogmatisch, die unterschiedlichen Stilrichtungen so durchlässig wie heute. Vermeintliche Gegensätze sind willkommen – im Office ebenso wie im Wohnbereich.

Lifestyle und Einrichtung gehen Hand in Hand, das zeigt sich auch bei den aktuellen Trends in Sachen Wohnen und Arbeiten: Neue flexible Arbeitsmodelle prägen Form und Funktion unserer Möbel, und Modetrends haben ebenso Einfluss auf unser Mobiliar wie gesellschaftliche Strömungen. 2019 beobachten wir spannende (Ein-)Richtungen, die gleichberechtigt nebeneinander stehen, sich aber auch ergänzen, ineinander übergehen und geschickt mit Gegensätzen spielen. So manche grundsätzlichen Trends durchdringen alle anderen – und spiegeln damit die Befindlichkeiten unserer Arbeits- und Lebenswelt:

Nachhaltigkeit
Recycling und Upcycling spielen mittlerweile überall eine große Rolle. Wir hinterfragen die Herkunft von Materialien und Möbeln und verwenden z. B. zunehmend auch Kunststoffe aus Recycling-Material. Ein Trend, der sich noch verstärken wird!

Stilmix & Stilbruch
Wir lassen uns nicht festlegen und akzeptieren keine Stil-Vorschriften mehr: Altes und Neues, Hightech und Tradition, strenge Linien und verspielte Lieblingsstücke werden gemixt. (Achtung: Damit’s nicht zusammengewürfelt aussieht, setzen wir Stilbrüche sehr bewusst ein!)

Leichtigkeit und Funktionalität
Massige, allzu klobige Elemente sind out – wir sind beweglicher geworden, und das sieht man unserer Einrichtung an. Die Funktion tritt in den Vordergrund, „Form follows Function“ gilt heute mehr denn je.

Technik und Natur, sinnvoll verbunden
Natürlich wohnen und sich moderner Technologien bedienen, das ist längst kein Widerspruch mehr. Vielmehr nutzen wir Hightech, um noch ressourcenschonender zu leben – und natürlich, um mobil und informiert zu bleiben.

Grenzen verschwimmen
Im Co-Working-Space sieht’s fast aus wie im hippen Wohnzimmer, und zuhause ziehen industrielle Stahlregale ein: Wir wollen wir uns wohlfühlen und ausleben können, egal wo wir sind.

Organische Formen, weiche Kanten
Das allzu Eckige, Künstliche wird von harmonischen Formen und Rundungen verdrängt. Das zeigt sich nicht nur im Korpus der Möbel, sondern in jedem Detail.

Die Trends 2019 zeigen sich stark beeinflusst von diesen Strömungen, interpretieren sie aber jeweils unterschiedlich. Gerade für den Bereich Office lassen sich hier spannende Designs entdecken, aber auch Branchen wie Hotellerie und Gastronomie profitieren von den neuen unkomplizierten Gestaltungs-Ideen. Werfen wir einen Blick auf vier der wichtigsten Trends:

1. Nordische Behaglichkeit: schnörkellos, nachhaltig und flexibel.

Plüschige Polsterwelten sind endgültig out: Die skandinavisch geprägte Gemütlichkeit kommt ohne Troddeln, Nippes und überladene Deko aus. Stattdessen zeigt sich der Stil pur, fast nüchtern, aber dennoch behaglich und einladend – dafür sorgen sanfte Naturtöne, helles Holz und einfache, harmonische Formen. Die puristische Grundausstattung wird komplettiert von wenigen, aber ausgesuchten Teppichen, Vorhängen, Plaids und Kissen, die dem Raum eine persönliche, verspielte Note verleihen: Der „Hygge“-Trend der vergangenen Jahre ist hier noch deutlich zu spüren. Neu ist die bewusst reduzierte Formgebung, die den Stil noch luftiger und jünger macht.

Die Farbwelt: Naturtöne wie Sand, Schiefer und Pistazie (neu und superschön: Sanddorn) werden aufgepeppt durch pastellige Eiscreme-Farben. Kühle Farbnuancen sorgen für reizvolle Kontraste zum warmen, natürlichen Wohlfühl-Ambiente.

Die Materialien: Holz ist überall, in angenehm haptischen Oberflächen, unbehandelt oder pur, lasiert oder lackiert. Dabei erscheint es nicht urwüchsig, sondern schlicht und funktional. Kunststoffoberflächen sind kein No-go, sondern ergänzen das Konzept um eine moderne Note – oft mattiert und häufig aus Recycling-Material gefertigt.

Scandinavisch Interior Scandinavisch Interior Scandinavisch Interior

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2. Mobiles Leben: Das Provisorium wird zum Stilmittel.

Ein Trend, der geprägt ist von der Flexibilität heutiger Arbeits- und Lebenswirklichkeiten. Man bleibt mobil, ist digital vernetzt und offen für neue Ideen und geistige Inspiration: Es geht nicht primär um das Besitzen, sondern um Erkenntnis und stetige Weiterentwicklung. Das zeigt sich in oft multifunktionalen, beweglichen Einzelstücken, die unbefangen kombiniert werden – z. B. Tischen mit praktischen Rollen und Klappfunktion, Regalen, die im Handumdrehen montiert und demontiert sind und modernen Tech-Produkten, die ebenso digital wie dekorativ daherkommen. Möbel werden nicht mehr dem einzelnen Raum zugeordnet, sondern dem aktuellen Bedarf: Als „Freelancer“ spiegeln sie ein junges, undogmatisches Lebensgefühl.

Die Farbwelt: Helles Holz trifft auf Metalltöne. In der Kombination mit pastelligen Farben wird es jünger, in Knallfarben wirkt der Stil besonders frisch und lebendig. Wer’s erwachsener mag, greift zu kräftigen Tönen wie Weinrot oder Tanne.

Die Materialien: Leicht und beweglich muss es sein, nicht nur im Material, sondern auch in der Verarbeitung. Holz bleibt daher das Lieblingsmaterial, gemixt mit Metall in Messing oder Kupfer – oder gleich beidem.

3. Industrial Style: Räume mit Geschichte.

Erlaubt ist, was Geschichten erzählt – und die sind unverwechselbar und facettenreich. Ideengeber des „Industrial Style“ sind ausgediente Fabriken, alte Manufakturen, industrielle Relikte. Sie werden zitiert in urigen Wohnelementen mit viel Patina, die mal verschnörkelt, mal geradlinig und puristisch daherkommen. Tradition trifft auf Moderne und erschafft damit ein einzigartiges Potpourri: Handgemachtes und Folkloristisches, metallene Industrie-Möbel und Wurzelholz, geometrische Formen und moderne Linien.

Die Farbwelt: Das Ambiente umfasst eine große Palette – es darf vielfarbig und gemustert sein. Zwischentöne beleben den Raum zusätzlich, Rost und Patina sind erwünscht. Modernes Design in Schwarz-Weiß setzt beruhigende Kontraste.

Die Materialien: Es dominieren gelebte, strukturierte oder dekorativ abgenutzte Oberflächen aus Holz und Metall. Dazu kommen Naturmaterialen wie Fell, Leinen oder Sisal und Stoffe mit spannenden Strukturen und haptischen Qualitäten.

Industrial Interior Industrial Interior Industrial Interior

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4. Historical Glam: Wir leben nur einmal.

Der Luxus ist salonfähig geworden: Wir feiern die Opulenz der 20er Jahre, die Eleganz der 50er und die Freiheit, Schönes und Wertbeständiges in unseren Räumlichkeiten zu zeigen und zu genießen. Neu interpretierte Möbel-Klassiker geben uns dabei das gute Gefühl von Beständigkeit. Üppige Polsterungen und Accessoires, ein Schuss Romantik und eine Portion Glamour gehören dazu: Schimmernde Pailletten, Brokat und Stickerei werden verschwenderisch kombiniert, goldenes Besteck und facettierte Gläser veredeln die Tafel, Teppiche überlagern sich bewusst, Transparenzen werden geschickt drapiert. Die dekorative Leuchte sorgt dabei gern mal für zusätzliche Dramatik.

Die Farbwelt: Gold, Tannengrün, dunkles Rot und Blau sind die Basis, ergänzt durch frische Töne für den nötigen Schuss Leichtigkeit. Kombiniert werden die goldenen Metalltöne mit Creme, Senf und Karamel, Schwarz und Violett setzen dramatische Akzente.

Die Materialien: Edle Hölzer wie z. B. Nussbaum oder schwarzes Holz bleiben relevant. Im Textilen geht es um Samt, Satin und feine Webwaren. Messing ist zurück und erlebt – ebenso wie Chrom – ein echtes Revival.

Historical Glam Historical Glam Historical Glam

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