Hingucken, mitdenken und einfach mal anfangen: Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Office.

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Hingucken, mitdenken und einfach mal anfangen: Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Office.

Veröffentlicht am 12. April 2019

Wissen Sie eigentlich, wie viel Müll wir täglich am Schreibtisch produzieren? Und wie viel Energie in manchen Bürogebäuden verpulvert wird? Auch wenn wir das Büro nicht neu erfinden können: Nachhaltiger geht immer und überall!

Es gibt sie wirklich – Bürogebäude, die so nachhaltig konzipiert sind, dass sie mehr Energie produzieren als sie verbrauchen. Das bekannteste Beispiel ist „The Edge“ in Amsterdam, das seit seiner Fertigstellung 2015 als das nachhaltigste Bürogebäude der Welt gilt: Sonnenpaneele versorgen dort nicht nur die Smartphones und Laptops der Mitarbeiter, sondern auch die Elektrofahrzeuge in der Tiefgarage mit Energie. Regenwasser bedient die Toilettenspülung, geheizt und gekühlt wird über einen Wasserspeicher in 130 Metern Tiefe. Über eine App werden Licht und Temperatur im Büro individuell gesteuert. Und das ist noch lange nicht alles in dem futuristischen Superbau …

Einfach mal nach vorn gedacht.

Das Thema Nachhaltigkeit im Office ist also kein Zukunftsszenario mehr, sondern schon lange gelebte Realität! Zugegeben, die meisten von uns verbringen ihren Arbeitstag nicht im Amsterdamer „Edge“, sondern eher in ganz durchschnittlichen Bürobauten. Nachhaltigkeit aber betrifft nicht nur die Energieeffizienz des Gebäudes, sondern auch das Verhalten seiner Nutzer – und das ist in den meisten Fällen unabhängig von der Raumstruktur. Fangen wir also mit den kleinen Dingen an! Denn auch mit denen können wir schon Erstaunliches bewirken.

Weitergedacht am Schreibtisch.

Reduce, Re-use, Recycle – die drei großen „R“ treffen immer noch am besten, um was es geht, wenn wir nachhaltiger leben wollen. Und wenn wir genauer hingucken, entdecken wir auch im Joballtag jede Menge Ansätze, diese Prinzipien umzusetzen. Zum Beispiel …

Papier effizienter nutzen
Bedruckte Bögen können wir wiederverwenden – Notizen gehen auch auf der Rückseite. Noch besser: Doppelseitig drucken. Das können heute alle marktüblichen Multifunktionsgeräte! (Recyclingpapier ist übrigens nicht nur ressourcenschonender, sondern auch günstiger als Frischfaserpapier.)

Eigene Becher für den Coffee-to-go
Der Einwegbecher ist zum Riesenproblem für die Umwelt geworden: 320.000 Stück werden laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) in unserem Land verbraucht – pro Stunde, wohlgemerkt. Ein guter Grund, für die Pause auf wiederverwendbare Alternativen umzusteigen! Die können heute nämlich richtig stylisch aussehen.

Coffee-to-go Becher >

Elektrogeräte nutzen, bis sie wirklich kaputt sind
Klingt banal, ist aber überhaupt nicht selbstverständlich! Der Druck, das neueste Handy oder Laptop zu nutzen, ist bei vielen groß – auch im Job. Das Gegenteil kann richtig entspannend sein. Einfach mal ausprobieren!

Weniger Plastik, mehr Natur
Plastikmüll im Meer ist ein Dauerthema. Schon durch Produkte mit geringerem Plastikanteil beginnen wir, etwas daran zu ändern. Zum Beispiel mit Kugelschreibern aus Holz oder Bambus, wiederverwendbare Tragetaschen, Blocks mit Kork-Einband, Zettelkästen und Briefablagen aus Holz … Irgendwo muss man ja anfangen.

Nachhaltige Office-Tools >

Jobticket oder Fahrrad nutzen
Viele Arbeitgeber gewähren ihren Mitarbeitern einen Zuschuss zum Monatsticket des öffentlichen Nahverkehrs. Noch ein gutes Argument, das Auto mal stehenzulassen! Die Alternative: Fahrgemeinschaft oder Fahrrad – beides tut uns und der Umwelt gut.

Tauschen und reparieren
Beides Dinge, die vor gar nicht so vielen Jahren als hoffnungslos altmodisch galten und heute fast zum guten Ton gehören. Zu Recht: Geräte und Utensilien auch im Job auszutauschen oder gemeinsam zu nutzen, ist effizient und sinnvoll. Und was das Reparieren kaputter Geräte betrifft, so gibt es in fast jedem Betrieb irgendjemanden, der’s kann …

Energiesparend mitgedacht.

Größere Unternehmen sind schon seit 2015 per Gesetz verpflichtet, sich mit ihrem Energieverbrauch im Gebäude auseinanderzusetzen. Für kleinere Betriebe gilt das noch nicht, weil ihre Möglichkeiten zu umfassenden Energiespar-Maßnahmen begrenzt sind. Als Mitarbeiter können wir allerdings in jedem Fall energieeffizienter arbeiten!

Computer lieber ganz abschalten
Stand-by ist bequem, verschwendet aber Energie. Der einfachste Weg zum Stromsparen sind abschaltbare Steckdosenleisten! Denn nur knapp ein Drittel des PC-Stromverbrauchs entsteht während der tatsächlichen PC-Arbeitszeit.

Laptop statt PC
Einen Laptop zu nutzen statt PC ¬– das ist deutlich günstiger für die Klimabilanz. Damit der Akku lange hält, verbraucht das kleinere Gerät nämlich weitaus weniger Energie. In vielen Jobs ist so ein Umstieg kein Problem.

Auf LEDs umstellen
LED-Lampen sind nicht nur umweltfreundlicher als Energiesparlampen, sondern sparen im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln auch bis zu 80% an Energie ein.

Geschirrspüler einschalten, wenn er voll ist
In vielen Betrieben wird die Geschirrspülmaschine abends automatisch eingeschaltet, auch wenn nur zwei Gläser drin stehen. Das geht umweltfreundlicher!

Und zu guter Letzt: Einfach mal anfangen und mitdenken! 🙂

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