Naturfarbenes Sofa, Zimmer im Landhausstil

Insights

In diesen Farben wollen wir wohnen: Farbtrends 2022/23

Veröffentlicht am 29. Juli 2022

Bitte etwas Zurückhaltung! In diesem Herbst schlägt man ruhige, verhaltene Töne an – zumindest in der Einrichtung: In den aktuellen Farbtrends werden alle Extreme vermieden, stattdessen gibt uns eine sanfte, natürliche Farbskala viel Raum für die harmonische Gestaltung unserer vier Wände.

Regal und Stuhl in Grau vor erdfarben lasierter Wand

Die Dominanz natürlicher, erdiger und pastelliger Töne kommt nicht von ungefähr. Gerade im Interieur spiegeln die Trendfarben heute ein umfassendes Bedürfnis nach Sicherheit: Es ist nicht die Zeit für Abenteuer und Provokation, vielmehr sehnen sich viele von uns nach Wärme und Geborgensein. Langweilig sind die aktuellen Wohnfarben aber keinesfalls! Ähnlich wie man in der Mode jetzt sanfte, unaufgeregte Farbtöne mit fröhlichen Akzenten belebt, ergänzen wir in unseren Wohnräumen die ausgeglichene Farbwelt mit energetisierenden Kontrasten – ganz nach Geschmack sparsam oder großzügiger eingesetzt. Farben wie dunkles Blau, leuchtendes Gelb und aufregendes Lila signalisieren: Unser Wunsch nach frischen, positiven Impulsen ist mindestens ebenso stark wie der nach Besonnenheit und Ruhe.

Farben der Hoffnung: Vielseitige Grüntöne.

grüner Samtsessel mit Blätterprint

Grün steht für Leben und Natur und wirkt auf uns gleichermaßen beruhigend und erfrischend. In ihren vielfältigen Varianten hat sich die Farbe immer mehr durchgesetzt – 2022 erlebte sie ein beeindruckendes Comeback in der Mode und im Interieurbereich. Dabei verfügt sie über ein beeindruckendes Spektrum von hellem Salbei bis hin zu sattem Tannengrün, das macht sie auch in der Einrichtung so variabel. Grün passt zu fast allen aktuellen Richtungen: Frisches Mint komplettiert den Scandi Style, dunkles Grün setzt Akzente im angesagten Boho Stil und üppige Grünpflanzen sorgen für Frische in urbanen Lofts und rustikalen Holzbungalows. Und apropos Holz: Naturmaterialien wie Holz oder Sisal gelten zu Recht als Traumpartner der Wohnfarbe Grün.

Freundlich nordisch: Zartes Pastell.

Das Zusammenspiel dezenter Pastellfarben wie Apricot, Hellblau, Mint und Rosé dürfte uns bekannt vorkommen: Vor allem das skandinavische Design hat diesen Trend im Interieurbereich maßgeblich auf den Weg gebracht. Er steht wie kaum ein anderer für Hygge, positive Vives und unkompliziertes Zusammensein! „Scandi Living“ kombiniert diese Farbpalette mit hellem Holz, Weiß und Accessoires aus der Natur. Gesättigte, kräftige Farben derselben Familie, z. B. in geometrischen Mustern und Accessoires, setzen Akzente, die angesagte Grau-Beige-Töne machen den Gesamteindruck erwachsener und lassen zarte Pastellfarben leuchten.

Freiheit und Eleganz: Blautöne.

Dunkelblaue Wand mit halbmondförmiger goldfarbener Konsole davor

Blau gehört im Interieur zu den aufregendsten Newcomern der vergangenen Jahre. Je nach Abstufung wirken Blaunuancen ruhig und entspannend oder auch klar und frisch, und obgleich Blau keinesfalls als warme Farbe gilt, schaffen gerade dunkle Blautöne eine überaus gemütliche Atmosphäre im Raum. Sie holen das Beste aus vielen anderen Farben heraus und lassen sie strahlen!
Damit’s nicht kühl wirkt, empfehlen sich als Partner warmes Licht, Gold und die Kombination mit Holz, Erdtönen und kuscheligen Accessoires. In Verbindung mit Weiß wird’s dagegen schnell maritim – ein Stil, mit dem vor allem Vermieter von Hotels und Ferienhäusern in Meernähe gern (und zu Recht) auf Nummer Sicher gehen.

Harmonisch ausbalanciert: Grau und Beige.

Fünf Lampenschirme in Grautönen vor einer grauen Wand

Grau und Beige in allen Schattierungen bilden die Grundmelodie für fast alle aktuellen Einrichtungs-Kompositionen und Deko-Ideen. Diese neutrale, zurückhaltende Farbpalette hat in den letzten Jahren gezeigt, was sie kann – und dass sie alles andere als eintönig ist: Spannende Nuancen wie z. B. Beton, Sand, Taupe oder Nebelgrau wirken immer anders, ergänzen sich und lassen vor allem Wände immer anders wirken, mal natürlich-gemütlich, mal ganz nüchtern, mal einfach edel. Allen Tönen gemeinsam ist, dass sie farbintensive und helle Möbel und Accessoires besonders gut zur Wirkung bringen. Für die aktuellen Farbnuancen zwischen Grau und Beige hat sich sogar ein neuer Begriff etabliert: Greige!

Alles Lila: „Very Peri“ und „Digital Lavender“.

„Very Peri“ heißt die Pantone-Farbe des Jahres 2022 – ein fröhlicher Lilaton, der sich fantastisch mit warmen Naturtönen versteht. Für 2023 prognostiziert nun das Trendforschungsunternehmens WGSN mit „Digital Lavender“ erneut einen Lila-Trend: „Damit knüpft der (…) fast schon heilend wirkende Farbton an bestehende Trendfarben natürlicher Gelb- und Erdtöne an, die ebenso besänftigend und aufgeweckt freundlich wirken. Menschen wünschen sich – vor allem nach den vergangenen Monaten – eine stabile, positive Umgebung, insbesondere im privaten Wohnraum“, erklärt das Unternehmen die Entwicklung. (1).
Unser Tipp: ein ruhiger Lilaton im Homeoffice, dazu zarte textile Muster und viel helles Holz. Ein schön ausbalancierter Mix zum Leben und Arbeiten!

Naturverbunden: Warme Erdtöne.

Drei dekorative Eicheln auf einem silbernen Tablett

Kaum eine Farbfamilie weckt in Wohnräumen so sehr das Gefühl von Geborgenheit wie warme Terracotta- und Brauntöne. Naturmaterialien verstärken diesen Eindruck – Holzmöbel, Rattan und naturfarbene Textilien kreieren eine wohltuende, entspannende Atmosphäre. Damit’s nicht zu sehr nach Winterhöhle aussieht, wird dunkles Mobiliar mit viel Weiß, leichten Sisalteppichen und modernen Formen kombiniert. Schönes Beispiel: Unser Landhaussofa im Titelbild! Unverzichtbar in der Range der warmen Farben – und besonders spannend – ist die Farbe Dunkelgelb, die schon vor Jahren ihren Siegeszug in der Gunst der Designer und Einrichter antrat und mittlerweile fast überall mitmischt.

Übrigens: Gut einrichten kann ganz einfach sein! Mit dem Schneider Shop the Room-Konzept schaffen Sie eine harmonische Basis für alle aktuellen Farbtrends:
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(1) www.imm-cologne.de/magazin/design-und-architektur/digital-lavender/

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