Taschen aus Kraftpapier auf Holztreppe

Insights

Papier ist geduldig, und wie: Kraftpapier als nachhaltiger Newcomer im Materialmix.

Veröffentlicht am 18. Mai 2021

Es sind viele kleine Ideen und nicht nur die eine große Veränderung, die helfen können, die Welt wieder ein bisschen besser zu machen. Auf der Suche nach den richtigen Bausteinen für mehr Klimaschutz wird Neues geschaffen – und eigentlich immer schon Bekanntes mit ganz neuen Augen gesehen.

Wie lassen sich Sachen besser machen?

Indem man für ihre Herstellung immer mehr auf herkömmlichen (also erdölbasierten) Kunststoff verzichtet. Seit diese Notwendigkeit als solche erkannt wurde, laufen in Laboren und bei Produktdesignern die Köpfe heiß und der Erfindungsreichtum trägt Früchte – zum Beispiel rund ums Lieblingsgetränk aus der Kaffeebohne, das jetzt im biologisch abbaubaren Tässchen aus aufbereitetem Kaffeesatz serviert werden kann. Dieser ist nur einer von vielen neuen, spannenden Grundstoffen für unsere alltäglichen Dinge.

Auch vertraute Materialien können oft mehr, als man lange dachte.

Zum Beispiel das Weizenstroh, das früher schlicht als Müll aufwändig (und nicht eben klimaschonend) verbrannt wurde und heute in Form von Lautsprecherboxen oder Kugelschreibern ein neues Leben anfängt.
Und eben das wohl geschichtsträchtigste und bedeutungsvollste Material hierzulande – das Papier. Hier geht es jedoch einmal nicht um das, was auf ihm geschrieben steht. Sondern um das, was in ihm steckt und was man alles mit ihm anstellen kann. Es zeigt sich nämlich als außerordentlich belastbar!


Das Kraftpapier.
Anders als mit der klassischen Papiertüte vom Lebensmittel-Einzelhändler muss man bei Rucksäcken, Kühltaschen und Longlife-Einkaufsbeuteln aus Kraftpapier nicht fürchten, länger als fünf Minuten in den Regen zu geraten. Meist aus langfaserigen Nadelhölzern wie der Fichte oder auch Stroh gefertigt, wird es zunächst zu Zellstoff verarbeitet, der zur Verstärkung gemahlen wird. In diesem Prozess spleißen winzige Fibrillen von der Faseroberfläche ab, die sich ineinander verhaken und damit die Bindung und Dichte des Papiers vergrößern. Produkte wie zum Beispiel der Dauer-Einkaufsbeutel kommen dank dieses Papiers mit enorm viel weniger Kunststoff aus als bisher.

Übertopf aus Waschpapier
Das „vegane Leder“.
Hier treffen edle Optik und gute Eigenschaften in idealer Form aufeinander. Das auch Waschpapier genannte Material besteht aus Zellulose und Latex. Nach der Herstellung der Bahnen wird es gequetscht, geknautscht und gewaschen – fertig ist der tierfreie Leder-Look und die Inspiration für trendige Designs.

Neue klimaschonende Massenprodukte.
Wenn Kraftpapier und seine Verwandten in die Breite, also in den massenhaften Verkauf gehen, hilft das der Umwelt schon sehr. Denn obwohl nicht alle Papierartikel ganz ohne weitere Bestandteile auskommen, kann mit ihnen doch auf eine beeindruckende Menge Plastik verzichtet werden – wie es zum Beispiel Hersteller von Tiefkühlkost schon beweisen, die auf neue Papierbeutel setzen. Das findet auch die Umwelt ziemlich lecker.

Geöffnete Kühltasche aus Papier

Nicht alles ist neu, aber vieles besser.

Aus (Kraft-)Papier gefertigte Give-aways, Kundengeschenke und auch Schönes fürs Zuhause sind aus mehreren Gründen eine gute Idee: Sie helfen in großer Menge, den Kunststoff-Standard abzulösen, tun aber auch im Business, der Kontaktpflege und Mitarbeitergewinnung ein gutes Werk. Ein gebrandeter Rucksack aus Papier ist einfach ein besonderer Hingucker und interessantes Goodie; zudem positioniert sich Ihr Unternehmen mit der Nutzung nachhaltigerer Materialien als eines, das die Zeichen der Zeit verstanden hat. Das hilft dabei, auch junge und/oder kritische Zielgruppen anzusprechen – egal, ob als Kunden, Teammitglieder oder ersehnte Nachwuchskräfte.

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