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Plätzchen gefällig? Wenn im Schneider-Büro der Keks-Countdown startet.

Veröffentlicht am 14. Dezember 2018

Wochenlang werden uns im Büro mehr Weihnachtskekse angeboten als Freundschaften bei Facebook. Ist es ein Wunder, wenn uns spätestens Heiligabend die Plätzchen richtig auf den Keks gehen?

4 Wochen vor Weihnachten:
Toll, die Buchhaltung bringt Selbstgebackenes mit!

Einen Monat vor dem Fest finden wir Kekse alle noch super. Jetzt können vor allem die Spezialisten unter den Keksbäckern richtig Applaus abgreifen: In der Buchhaltung präsentiert man Vanillekipferl aus eigener Herstellung, in der Logistik treffen Selfmade-Makronen auf ungeteilte Begeisterung, und unser Praktikant steuert Muttis Selbstgebackene aus dem Care-Paket bei. Wir knabbern, genießen, vergleichen. Gemischt wird mit den Resten aus dem Weihnachtskeks-Shooting, die müssen ja auch irgendwohin.

2 Wochen vor Weihnachten:
Tütenweise Spekulatius!

Schon jetzt geht eigentlich nichts mehr ohne. Oder wer käme auf den Gedanken, sowas wie Standard-Butterkekse im Meeting zu servieren? Stattdessen schwelgen wir in Gewürzspekulatius und schieben mit latent schlechtem Gewissen noch einen Dominostein hinterher. In der Küche liegt Lindt-Baumbehang aus, der Griff in die Schale wird zur lieben Gewohnheit. Für Diät ist jetzt wirklich nicht die Zeit.
Kritisch beäugt wird allerdings, wer ein wenig beherzter zugreift, um den Kids zuhause noch was mitzubringen. Die vorherrschende Meinung dazu: Office first!

1 Woche vor Weihnachten:
Gefüllte Herzen aus dem Kunden-Meeting.

Nein, der Weihnachtskeks geht auch an Kunden und Gästen nicht vorbei. Leider haben die nicht mehr so richtig Appetit drauf und würden sich eher eine Platte mit Zwiebelmett-Brötchen in die Konferenz wünschen. Weil aber bald Weihnachten ist, geht das überhaupt nicht – und der Rest des Keks-Arrangements aus dem Meeting direkt in unsere Mitarbeiterküche. Es muss ja weg. Irgendwer greift bestimmt zu.

Plätzchen

24 Stunden vor Weihnachten:
Wer noch arbeitet, isst Vanillekipferl.

Während sich fast die komplette Belegschaft schon im wohlverdienten Weihnachtsurlaub befindet, halten die letzten tapfer die Stellung. Viel gibt’s nicht mehr zu tun – außer, gemeinsam Kekse mümmelnd in die Geschenke-Diskussion einzusteigen: Wie lange öffnet Douglas an Heiligabend? Hat der S-Bahn-Shop auch Geschenkpapier? Und gibt’s im Lager noch Restanten für ein Last-Minute-Geschenk? Darauf ein Plätzchen. Oder zwei.

4 Tage nach Weihnachten:
Glühwein und Keksreste ab neun.

Wohltuende Stille in den Gängen, gähnende Leere in den Büros: Wer zwischen Weihnachten und Silvester im Dienst ist, sucht den Kontakt zu Leidensgenossen, um mit ihnen gemeinsam die Zeit totzuschlagen. Dazu passen die letzten Kekse aus der IT und die Glühweinreste der Weihnachtsfeier.

Tag 1 im neuen Jahr:
Hat noch jemand Zimtsterne da?

Es wird wieder gearbeitet. Aber noch nicht so richtig, jetzt setzt nämlich der Weihnachtsblues ein: Irgendwie hatte man’s ja satt mit den ewigen Keksen, aber ein bisschen fehlt es plötzlich – dieses gemütliche, knusprige, kuschelige Weihnachts-Bürogefühl. Schön, dass das jedes Jahr wiederkommt.

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