Tierische Kollegen: ein Herz für Flausch und Flatter

Frau Mustermann bloggt

Tierische Kollegen: ein Herz für Flausch und Flatter.

Veröffentlicht am 6. September 2019

Die Deadline steht, die Köpfe rauchen und jeder muss jetzt funktionieren. Genau wie gestern. Und vorgestern. Und natürlich auch morgen. Nur was, wenn die zündende Idee auf sich warten lässt oder man vor lauter To-dos gar nicht mehr weiß, wo man steht? Dann ist es Zeit, den Intellekt einmal für kurze Zeit in die Schublade zu verbannen – und eine ordentliche Portion echtes Leben ins Büro zu holen.

Ideale Freunde und Helfer dabei sind tierische Kollegen, egal, ob es sich um zahme Quasi-Mitglieder der Belegschaft, flatternde Überraschungsgäste oder pelzige Hilfsbedürftige handelt. Sich gemeinsam um Tiere zu kümmern, kann nämlich nicht nur sehr entspannend sein, sondern auch den Zusammenhalt des ganzen Teams stärken.

Gesund mit Hund

Bürohunde sind schon lange keine Seltenheit mehr – in vielen Branchen gehören sie heute fast selbstverständlich dazu. So nennt sich das Unternehmen Google selbst eine „Dog Company“ und auch in Amazons Hauptquartier in Seattle gehen über 6.000 Hunde regelmäßig ein und aus.

Der Bundesverband Bürohund e.V. kommt zu dem Schluss, dass das Sich-Kümmern um einen Hund am Arbeitsplatz das Risiko, einen Burnout zu erleiden genauso mindert wie das von Herz-Kreislauferkrankungen. Wer überlegt, seinen Hund mit an den Arbeitsplatz zu nehmen, sollte dabei aber einiges beachten:

Rücksichtnahme auf alle Kollegen
Nicht jeder ist erfreut über einen Hund in direkter Nähe, einige haben sogar Angst vor den Fellträgern oder sind allergisch. Vor der Entscheidung zum Bürohund sollte also eine Befragung aller Beteiligten für Klarheit sorgen, ob das Arbeitsklima nicht sogar gefährdet würde. Kein Mitarbeiter sollte in ängstlicher Anspannung seinen Job machen oder in Dauer-Genervtheit grollen müssen!

Der Arbeitgeber hat das letzte Wort (und das erste)
Nach § 106 Gewerbeordnung (GewO) obliegt dem Arbeitgeber das Direktions- oder Weisungsrecht. Er muss die Mitnahme von Hunden erlauben, kann sie verbieten und auch Voraussetzungen definieren. Zum Beispiel die naheliegenden, dass der zukünftige Bürohund stubenrein sein muss und kein aggressives Verhalten zeigen darf. Erste Priorität bleibt hier, dass die Arbeitsabläufe nicht gestört werden. Deswegen kann zum Beispiel das Mitbringen eines konkreten „Problemhundes“ verboten werden, obwohl andere Kollegen ihr Tier weiterhin am Arbeitsplatz kraulen dürfen – ein Recht auf Gleichbehandlung gibt es nicht.

Ein Fest fürs Nest

Viele kleine und größere Unternehmen haben eine Freifläche, vom Vorgarten über den Balkon bis zum begrünten Innenhof. Und da Vögel nicht auf Makler setzen, sondern sich einfach ansiedeln, wo es günstig ist, kann es sein, dass plötzlich eine ganze Firma zu Vogel-Familienhelfern wird. Amseljunge zum Beispiel fliegen zwar aus dem Nest, halten sich danach aber am Boden auf, wo die Eltern sie einige Zeit füttern. Halbierte Äpfel sind hier eine leckere Unterstützung (und der Schutz vor Katzen wichtig!)

Manchmal treffen Vögel auch spontan ungünstige Entscheidungen für den Nestbau. Ein prominentes Beispiel war zuletzt die Ente „Daisy“, die als „Ente auf Abwegen“ zum Star der gleichnamigen Dokumentation wurde: Sie baute ihr Nest in einem kleinen Blumenkasten. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf einer Terrasse im sechsten Stock eines Bürogebäudes an der stark befahrenen Leopoldstraße in München. Die Kollegen der angrenzenden Firma freuten sich über die brütende Ente – bis ihnen klar wurde, dass von dort aus die Jungen unmöglich ins Wasser kommen konnten. Vermutlich würde sogar die ganze Familie in den Tod stürzen! Also brachten sie Mutter und Küken in einer dramatischen Rettungsaktion selbst an ein nahegelegenes Gewässer – Teamwork at its best!

Kantinen für Bienen

Auch für nützliche Insekten können Firmen viel tun. Wer lässt sich nicht gern in der Kaffeepause von einem bunten Schmetterling umflattern oder beobachtet Bienen beim Futtersammeln? Im Outdoor-Bereich blühende Wildkräuter und Wildblumenmischungen zu pflanzen ist für diese Tiere wesentlich hilfreicher als „sauberer“ englischer Rasen, exotische Pflanzen oder Steingärten. Ins Insektenhotel ziehen Honigsammler und Co. ebenfalls gern ein – worüber sich wiederum heimische Vogelarten freuen. Zusammen ein Wohlfühl-Biotop zu planen und zu gestalten ist als Teambuilding-Maßnahme gerade für kleine Unternehmen eine gute Idee. Und die Umwelt freut sich auch!

Körnchen fürs Hörnchen

Wenn die kalten Tage wieder anstehen, können so manche Tiere Hilfe gut gebrauchen: Liegt länger eine geschlossene Schneedecke, wird’s mit der Futtersuche schwierig. Dann profitieren nicht nur Vögel von leckeren Meisenknödeln, sondern auch Eichhörnchen von ihrem eigenen Futterhäuschen. Die machen nämlich keinen Winterschlaf, sondern entschleunigen ihr Leben nur. Problematisch wird es, wenn sie an ihre vergrabenen Vorräte nicht herankommen oder generell in einer Gegend mit wenig Grün zuhause sind. Also spendieren Sie den wuselnden Outdoor-Kollegen doch öfter mal einen Snack!

Viele Grüße an Sie und alle kleinen und großen Kollegen

Ihre Frau Mustermann

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